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Zunehmender Hochdruckeinfluss (aber...)

17 aprile 2019
Temi: Tempo

Hinter einer Störung, welche den Alpenraum in der Nacht überquert hatte, nahm am Mittwoch der Hochdruckeinfluss wieder zu. Dieser bleibt uns auch in den nächsten Tagen und damit am Osterwochenende weitgehend erhalten, er bekommt aber wahrscheinlich noch einen (schwachen) Gegenspieler…

Frühlingsblust in Güttingen, Blick Richtung Norden. Bild: W. Nater
Frühlingsblust in Güttingen, Blick Richtung Norden. Bild: W. Nater

Hinter der Front zunehmend sonnig und mild

Eine Okklusion (zu Deutsch: Mischfront) hatte die Schweiz bereits am Vortag erreicht und in der Nacht dann überquert. Während es in der Nacht in den zentralen und östlichen Landesteilen noch bewölkt war und letzten schwachen Regen gab, klarte es aus Westen bereits auf. Durch den am Vorabend gefallenen Niederschlag war am Boden aber genügend Feuchtigkeit da, dass sich zwischen Genfersee und Kanton Aargau recht verbreitet Nebel oder tiefer Hochnebel ausbreiten konnte. Dieser löste sich aber im Laufe des Vormittags auf, und auch die Bewölkung der Front lockerte sich auf, sodass ein Übergang zu recht sonnigem Wetter stattfand. Von den westlichen über die zentralen Alpen bis zur Alpensüdseite war dies bereits am frühen Morgen der Fall.

Die Temperatur stieg im Norden auf milde 18 Grad an, im Wallis und im Süden auf 20 Grad.  

Auch am Osterwochenende oft sonnig und warm (aber…)

Und in den nächsten Tagen inklusive dem Osterwochenende geht es mehrheitlich sonnig und warm weiter. Der Kern des jetzt über Skandinavien liegenden Hochs kommt von Tag zu Tag etwas näher zu uns.

Nachfolgend finden sie die Vorhersagekarten des ECWMF-Modells für die nächsten Tage, jeweils gültig für 18 Uhr UTC (20 Uhr MESZ). Neben dem Bodendruck sind die diesem Termin vorangehenden 12h-Regenmengen (also eigentlich der Niederschlag der tagsüber fällt) dargestellt.

Zuerst einmal fällt beim Durchklicken der Karten auf, dass Mitteleuropa ziemlich günstig liegt, zumindest wenn man unter gutem Osterwetter sonniges und trockenes Wetter versteht.

Richten wir den Blick auf die Schweiz, so fällt aber auf, dass trotz Hochdruckwetter zwischen Gründonnerstag und Karsamstag stellenweise etwas Regen angezeigt wird. Und dies obwohl wir eigentlich dem erwähnten Hochdruckgebiet angeschlossen sind.

…aber wieso dieses Regenrisiko im Hoch?

Ein Blick auf die höheren Luftschichten liefert eine Erklärung warum. Exemplarisch sei die Temperatur in 500 hPa (ungefähr 5500 m ü.M.) am Samstag gezeigt.

Die kältere Luft (dunklere Farben) befindet sich in der Regel dort, wo es auch Tiefdruckgebiete hat. Aber: auch über dem Alpenraum befindet sich eine Art Kaltluftblase. In der Meteorologie spricht man von einem Kaltlufttropfen. Der Effekt auf das Wetter ist, dass die Luftmasse hier durch die Abkühlung in der Höhe instabiler wird, und dass mit der tageszeitlichen Erwärmung in den unteren Schichten die Quellwolkenbildung gefördert wird. In der Folge besteht dann ein gewisses Schauerrisiko.

Die Schwierigkeit der Wetterprognose besteht nun darin, die genaue Position dieses Kaltlufttropfens zu bestimmen. Daher besteht in der Prognose insbesondere für Karfreitag und -samstag noch eine kleine Unsicherheit. Allzusehr dürften die Aussichten auf das Osterwetter aber nicht getrübt werden. Sowohl an Karfreitag und Karsamstag  ist es trotz dem Restrisiko für Schauer mehrheitlich sonnig und warm. Am Ostersonntag und -montag ist der Kaltlufttropfen dann abgezogen und es bleibt trocken – und weiterhin sonnig und warm. Stets aktualisierte Prognosen finden Sie natürlich wie gewohnt hier.

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