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9 aprile 2019
Temi: Tempo

Naja mit Block hat es eigentlich nichts zu tun! Wetter-Blog sollte das sein … Genug der Hirngespinste! Gehen wir zum Wetter, das war nämlich spannend heute!

Eine zweigeteilte Schweiz

Visione ingrandita: Sonnenscheindauer in der Schweiz bis 16:30 Lokalzeit. Westlich der Wolkengrenze konnte man sich in der Sonne baden, östlich davon nur baden, denn dort hat es auch geregnet.
Sonnenscheindauer in der Schweiz bis 16:30 Lokalzeit. Westlich der Wolkengrenze konnte man sich in der Sonne baden, östlich davon nur baden, denn dort hat es auch geregnet.

Die Schweiz lag heute auf der Vorderseite einer Tiefdruckrinne, welche sich vom nahen Atlantik bis ins Mittelmeer erstreckte. Somit war der Hebungsmechanismus gewährleistet. Viel Feuchtigkeit gab es aber nur in den östlichen Landesteilen. Somit waren wir heute entzwei gespalten. Dies wird in den folgenden Bilder illustriert.

Im Westen war deutlich weniger Feuchte vorhanden, trotzdem aber der synoptische Hebungsmechanismus. Dies äusserte sich dann in einem ersten Schritt in der Bildung hübscher Cumulus Wolken. In der Folge türmten sich diese stellenweise auf und es bildeten sich Schauer daraus. Dies geschah vor allem im südlichen Jura und den Walliser Alpen, also den Regionen, welche am ehesten noch vom Höhentief und dessen Kaltluft beeinflusst waren.

Schauer und Gewitter auch im Süden

Zwar leicht weniger stark von der Höhenkaltluft beeinflusst, jedoch deutlich wärmer in den unteren Schichten, war heute die Alpensüdseite. Dies führte nach Sonnenaufgang rasch zu Cumulusbewölkung über den Gipfeln. Stellenweise bildeten sich Schauer, und ganz vereinzelt auch Gewitter.

Visione ingrandita: Schematische Darstellung ausfliessender Kaltluft aus einer Gewitterwolke.
Schematische Darstellung ausfliessender Kaltluft aus einer Gewitterwolke.

Ein sehr spezielles Phänomen konnte im grenznahen Italien beobachtet werden. Entlang der südlichen Voralpen, also etwas südlich von Domodossola türmten sich heute Schauer- und Gewitterwolken auf. Dabei beschleunigte sich die aus dem Gewitter ausfliessende Kaltluft an den Hängen der Alpensüdseite und lief in die Po-Ebene hinaus. Die Kaltluft, welche sich dann auf Grund ihrer grösseren Dichte unter die angrenzende warme Luft der Poebene drückte, forcierte diese zum Aufsteigen. Diese warme Luft wird dann an der Böenfront soweit angehoben, dass diese dort Kondensiert und Wolken bildet. Diese werden Arc-Clouds, also Bogen-Wolken übersetzt, genannt. Dies sieht man schön im Satelliten Loop zwischen 11:30 und 14:30 UTC.

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