Die neblig-trüben Verhältnisse der vergangenen Tage haben unerbittlich - und für viele viel zu früh - auf die kommende Nebelsaison hingewiesen. Für die vielen Nebelgeplagten ist jedoch in den letzten Jahren eine messbare Erleichterung eingetreten. Neuste Untersuchungen, durchgeführt an der Universität Bern in Zusammenarbeit mit MeteoSchweiz zeigen, dass Nebeltage im Schweizer Mittelland seltener geworden sind. Insbesondere seit 1971 ist ein starker Rückgang der Nebelhäufigkeit im Winter zu beobachten. Sind im Mittelland für die Jahre 1971 – 1975 im Mittel 41 Nebeltage zu verzeichnen, sind es in den Jahren 2000 – 2004 nur noch deren 25. Seit 1971 verminderte sich die Nebelhäufigkeit um rund 5 Tage pro Jahrzehnt.
Klarer Trend zu weniger Nebel
Was ist Nebel
Figur 2: Mittlere Anzahl Tage pro Monat mit Nebel für die Station Zürich MeteoSchweiz, 1971-2006.
Bildgross.png, 23 KBDer Einfluss aufs Wohlbefinden
Nebel ist neben seinem Einfluss auf unser Wohlbefinden für andere Bereiche des Alltags von Bedeutung. Durch seine Sichtbehinderung spielt er eine grosse Rolle bei Verkehr am Boden und in der Luft. Viele Angebote im Bereich von Freizeit und Tourismus profitieren von erhöhten und daher nebelärmeren Lagen mit mehr Sonnenstunden als im Flachland. Zudem ist das Auftreten von Nebel eng mit lufthygienischen Aspekten verbunden. Bei Wetterlagen mit Nebel ist der Luftaustausch in den unteren Teilen der Atmosphäre stark eingeschränkt. Dadurch können sich Schadstoffe wie Feinstaub stark anreichern und für die Gesundheit gefährliche Konzentrationen erreichen.
von Dach, Lukas 2008: Nebelhäufigkeit in der Schweiz: Entwicklung und Trends im Winterhalbjahr von 1864 bis 2006. Diplomarbeit Geografisches Institut Universität Bern.


