MeteoSchweiz

Aktuelles zum Wettergeschehen

23. April 2010 / Christophe Voisard und Roland Mühlebach

 

Vulkanausbruch in Island - aktuelle Lage (23. April 2010)

 

Pollenfallen messen Vulkanasche

MeteoSchweiz betreibt das Nationale Pollenmessnetz mit 14 Pollenfallen in der Schweiz, um Allergikerinnen und Allergiker über die aktuelle Pollenbelastung informieren zu können. Seit vergangenem Samstag fangen diese Fallen jedoch nicht nur Pollen, sondern vermehrt auch Partikel, die wahrscheinlich vom Vulkanausbruch auf Island stammen. Sie sind zwischen 3 und 5 Mikrometer gross. Siehe angehängte Mikroskop-Aufnahme. Die Pollenfallen belegen damit eindrücklich, dass die Vulkanasche auch am Boden angekommen ist. Die ersten Partikel zeigen sich in Zürich, Münsterlingen und Buchs am Samstag, 17.4.2010 gegen 16 Uhr. Es folgen Davos und Basel gegen 18 Uhr, Luzern und Bern gegen 19 Uhr und am Ende Visp, La Chaux-de-Fonds, Lausanne und Genf gegen 20 Uhr. Diese Abfolge legt den Schluss nahe, dass sich die Aschewolke von Nordost nach Südwest ausgebreitet hat. Dies entspricht auch weitgehend den Aussagen des VAAC (volcanic ash advisory centre) in London, das die Ausbreitungsvorhersagen der Aschewolke für Europa erstellt hat.

 

Informationen zum Pollenmessnetz der MeteoSchweiz:

 

http://www.meteoswiss.admin.ch/web/de/wetter/gesundheit/pollen_allgemein/Pollenmessnetz.html

 

Aschepartikel und Pollen

Abb. 1: Die grossen, pinkfarbenen Partikel sind Pollen. Die kleineren, grün- bis schwarzfarbigen Partikel sind wahrscheinlich Aschepartikel vom Vulkanausbruch auf Island (Quelle: Barbara Pietragalla, Bio- und Umweltmeteorologie MeteoSchweiz)

pollenasche.jpg, 2.6 MB

Aktuelle Lage und weitere Entwicklung

Der Isländische Wetterdienst meldet, dass die Aktivität des Vulkans Eyjafjallajökull konstant bleibt und weiterhin Asche in die Atmosphäre gelangt. Am Freitagvormittag (23. April) erreichte der Asche- und Rauchturm eine Höhe von 5000 bis 6000 Meter über Meer.

Gemäss den neusten Berechnungen des VAAC (Vulcanic Ash Advisory Center) (Abb. 2) nimmt die die Fläche der Aschewolke weiter ab. Vorsichtige Projektionen gehen davon aus, dass der Europäische Luftraum bis Samstagabend (24. April) vollständig von Asche befreit wird, sofern die Aktivität des Vulkans sich nicht wesentlich ändert.

 

VAAC Advisory

Abb. 2: Berechnung der Aschewolkeverbreitung vom VAAC London. Die mit roter und grüner Farben umrandeten Flächen zeigen die Regionen mit erhöhter Aschekonzentration zwischen Boden und Flight Level 200 (=6100 Meter Höhe). Die Gültigkeit der Karten ist oben links auf jedem Quadrant angegeben. Die Berechnungen zeigen, dass die Aschekonzentration im Europäischen Flugraum kontinuierlich abnimmt.

VAACAdvisory.png, 105 KB

Schlusswort

Der jetzige Beitrag schliesst die Reihe über die Auswirkungen des Vulkansausbruchs Eyjafjallajökull in Europa und speziell im Alpenraum. Sollte die Situation wieder kritisch werden, erfahren Sie die neuesten Informationen auf diesem Kanal.

 

FrançaisItalianoEnglish Über uns Shop
       
Allgemeine Lage Detailprognose Aktuelles Wetter Ozonschicht Gesundheit Vegetationsentwicklung Modellvorhersagen Spezialprognosen Wetterereignisse Wetterrückblick Tagesaktualität
Klima Schweiz Klima heute Klima morgen Klima international Messsysteme Klima Berichte
Produkte A-Z Aviatik Bau- & Landwirtschaft Strassen Outdoor Beratung Datenportal Energie Tourismus Versicherungen Öffentliche Verwaltungen Schulen & Universitäten Telefon, Fax, SMS Homepage
Forschung & Entwicklung Publikationen Veranstaltungen Konsortien Aktuelle Projekte Abgeschlossene Projekte
Gefahren Wochenvorhersage Unwetterbulletin Zusatzinformationen Kantone