Die erste Kaltfront traf am Samstagabend ein
Wie erwartet erreichte am Samstagabend (1. Okt. 05) eine aktive Kaltfront den Alpenraum. Diese brachte bisher besonders den Voralpen entlang und in der Ostschweiz recht grosse Regenmengen. In den vergangenen 24 Stunden wurden im Messnetz der MeteoSchweiz folgende Niederschlagssummen registriert:
Freiburger Voralpen - Emmental - Zentralschweiz - Zürcher Oberland - Thurgau: 30 bis 40 mm,
Übrigen Regionen: 15 bis 30 mm.
Eine vorläufige, detailliertere Uebersicht gibt Abbildung 1.
Freiburger Voralpen - Emmental - Zentralschweiz - Zürcher Oberland - Thurgau: 30 bis 40 mm,
Übrigen Regionen: 15 bis 30 mm.
Eine vorläufige, detailliertere Uebersicht gibt Abbildung 1.
Aufnahme des RegenradarsDas nebenstehende Bild zeigt die Niederschlagssituation am Sonntagmittag anhand des Europa-Radar-Kompositbild des Deutschen Wetterdienstes.
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Kalte Luft fliesst einMit dem Einsickern der Kaltluft sank die Schnee-fallgrenze in den Morgen-stunden des Sonntages deutlich ab. Um die Mittagszeit herum fiel beispielsweise auf dem Napf (1400 m.ü.M.) oder in Davos (1500 m.ü.M.) Schnee. Mit unterstützenden Einflüssen durch die Niederschlagsab-kühlung gab es aber auch in Engelberg (1035 m.ü.M.) Schneefall. Einen Eindruck zum Wintereinbruch in den Alpen gibt Abbildung 3, welche eine Aufnahme vom Rigi-Kulm, (1798 m.ü.M.) zeigt.
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Abb. 3: Webcambild Rigi-Kulm, 1798 Meter ü/Meer, 2. Okt. 05, 12.30 h, Quelle: www.rigi.ch gross.gif, 272 KB |
Eine Gegenstromlage bringt weitere Niederschläge
Im Verlaufe des Sonntags werden besonders in den zentralen und östlichen Alpen und Voralpen, sowie auf der Alpensüdseite weitere, teilweise intensive Niederschläge erwartet. Dies wird vor allem durch eine sogenannte Gegenstromlage unterstützt. Das bedeutet, dass in den bodennahen Schichten mit nördlichen Winden kühle Luft einfliesst, darüber aber in einem südlichen Strom wärmere und feuchte Luft aufgleitet und dann in den erwähnten Gebieten Niederschläge produziert.
Diese Gegenstromlage wird sich im Verlaufe des Sonntagabends allmählich abschwächen, da sich über dem Alpenraum ein Höhentief abspaltet. Dadurch etabliert sich eine zyklonale Bisenlage. Diese Art von Bise wird auch schwarze Bise genannt, da sie weitere Niederschläge bringt. Diese verlieren aber zunehmend an Intensität.
Diese Gegenstromlage wird sich im Verlaufe des Sonntagabends allmählich abschwächen, da sich über dem Alpenraum ein Höhentief abspaltet. Dadurch etabliert sich eine zyklonale Bisenlage. Diese Art von Bise wird auch schwarze Bise genannt, da sie weitere Niederschläge bringt. Diese verlieren aber zunehmend an Intensität.
Resümee vom 4. Oktober 2005
Seit Samstag Abend sind in mehreren Teilen der Schweiz recht starke Niederschläge gefallen. In einem breiten Streifen vom Berner Oberland bis zur Nordostschweiz fielen insgesamt 50-70 mm Regen. Auch im Wallis, Engadin und im Südtessin gab es gebietsweise ähnliche Mengen. Das Hauptereignis fand vom Samstag Abend bis etwa Montag früh statt. In der Nacht zum Dienstag fiel nochmals Regen, aber nur mit mittlerem Ausmass.
Die Schneefallgrenze lag zu Beginn der Niederschläge auf etwa 2500 Metern und sank am Sonntag lokal unter 1000 Meter. Sie stieg bis Dienstag wieder auf etwa 2000 Meter.
Bis Mittwoch Abend ist erneut etwas Regen zu erwarten, aber es dürften kaum mehr als 5 mm sein.
Im Vergleich zum Unwetterereignis vom August fiel diesmal deutlich weniger Niederschlag. Ausserdem lag die Schneefallgrenze im Mittel mindestens 1000 Meter tiefer.
Damit ergaben sich auch keine besonders grossen Abflüsse.
Die Wetterlage war allerdings ähnlich wie im August. Erneut stiess Kaltluft zum westlichen Mittelmeer vor und erzeugte ein kräftiges Tief über Norditalien. Dieses war durch alle atmosphärischen Schichten erkennbar und bewegte sich damit nur langsam ostwärts. Es war aber nicht nur die Kaltluft im Spiel. Im Laufe des Montags floss wärmere Luft aus südlichen Breiten in den Alpenraum. Damit stieg die Schneefallgrenze merklich an, gleichzeitig wurden aber die Niederschläge nochmals aktiviert. Diese Prozesse waren nun aber schwächer als im Vergleichsfall, und ausserdem transportierte diesmal die insgesamt kühlere Luft weniger Wasserdampf in unsere Regionen.
Wenig ausgeprägt war in diesen Tagen der Nordstaucharakter.
Die Höhenwinde bliesen meist aus Süd bis Ost, sodass die Niederschlagsverstärkung am Alpennordhang nicht richtig zum Tragen kam.
Somit war diese Niederschlagsepisode auch viel weniger gefährlich als diejenige vor sechs Wochen.
Die Schneefallgrenze lag zu Beginn der Niederschläge auf etwa 2500 Metern und sank am Sonntag lokal unter 1000 Meter. Sie stieg bis Dienstag wieder auf etwa 2000 Meter.
Bis Mittwoch Abend ist erneut etwas Regen zu erwarten, aber es dürften kaum mehr als 5 mm sein.
Im Vergleich zum Unwetterereignis vom August fiel diesmal deutlich weniger Niederschlag. Ausserdem lag die Schneefallgrenze im Mittel mindestens 1000 Meter tiefer.
Damit ergaben sich auch keine besonders grossen Abflüsse.
Die Wetterlage war allerdings ähnlich wie im August. Erneut stiess Kaltluft zum westlichen Mittelmeer vor und erzeugte ein kräftiges Tief über Norditalien. Dieses war durch alle atmosphärischen Schichten erkennbar und bewegte sich damit nur langsam ostwärts. Es war aber nicht nur die Kaltluft im Spiel. Im Laufe des Montags floss wärmere Luft aus südlichen Breiten in den Alpenraum. Damit stieg die Schneefallgrenze merklich an, gleichzeitig wurden aber die Niederschläge nochmals aktiviert. Diese Prozesse waren nun aber schwächer als im Vergleichsfall, und ausserdem transportierte diesmal die insgesamt kühlere Luft weniger Wasserdampf in unsere Regionen.
Wenig ausgeprägt war in diesen Tagen der Nordstaucharakter.
Die Höhenwinde bliesen meist aus Süd bis Ost, sodass die Niederschlagsverstärkung am Alpennordhang nicht richtig zum Tragen kam.
Somit war diese Niederschlagsepisode auch viel weniger gefährlich als diejenige vor sechs Wochen.




