Wetterablauf
Der Winter 2006/07 bescherte uns während langer Zeit völlig ungewöhnliche Witterungsbedingungen. Aus Westen und Südwesten herangeführte Luftmassen sorgten für deutlich überdurchschnittliche Temperaturverhältnisse in dieser Jahreszeit. All diejenigen, die auf Schnee warteten, wurden auf eine harte Geduldsprobe gestellt.
Am letzten Wochenende (20./21.1.) änderten sich die grossräumigen Strömungsverhältnisse komplett (Abbildung 1).
Am letzten Wochenende (20./21.1.) änderten sich die grossräumigen Strömungsverhältnisse komplett (Abbildung 1).
Zwischen einem Hochdruckgebiet über dem Atlantik und einem umfangreichen Tief über dem Baltikum stiess aus dem hohen Norden stammende Kaltluft weit nach Süden vor. Sie brachte bei uns einen allmählichen Temperaturrückgang (Abbildung 2).
Der Hauptstoss der Kaltluft floss ins westliche Mittelmeer, was dort zur Bildung eines kräftigen Tiefdruckwirbels führte. Er verlagerte sich anschliessend nach Osten und steuerte auf seiner Vorderseite feuchte und kühle Luftmassen gegen die Alpen (Abbildung 3). Sie lösten im Süden verbreitet Niederschläge aus, die bis in tiefe Lagen als Schnee fielen.
Im Laufe des 23. Januar sorgten die nach Norden vorstossenden feuchten Luftmassen auch nördlich der Alpen - erstmals in diesem Winter - verbreitet für Schneefall.
Im Laufe des 23. Januar sorgten die nach Norden vorstossenden feuchten Luftmassen auch nördlich der Alpen - erstmals in diesem Winter - verbreitet für Schneefall.
Bilanz
Die während des ganzen Niederschlagsereignisses gefallenen Neuschneemengen blieben in den Niederungen fast überall gering. Trotzdem gab es bei uns verbreitet (wie fast jedes Jahr beim ersten Schneefall) einige Probleme auf den Strassen. In den Bergen gab es einzig auf der Alpensüdseite einen grösseren Neuschneezuwachs (Abbildung 4).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die grössten je im Januar gemessenen Schneemengen über drei Tage an der Messstation auf dem Zürichberg (Standort: MeteoSchweiz). Dies zeigt, dass die diesjährigen Schneemengen im langjährigen Vergleich überhaupt nicht ungewöhnlich sind.
| Rang | Datum | Menge |
| 1 | 09. Januar 1968 | 50 cm |
| 2 | 29. Januar 1942 | 39 cm |
| 3 | 14. Januar 1977 | 36 cm |
| 4 | 31. Januar 1953 | 34 cm |
| 5 | 08. Januar 1954 | 33 cm |
| 35 | 25. Januar 2007 | 12 cm |
Quelle: Meteorisk (www.meteorisk.info)








