Häufig verabschiedet sich der Hochsommer etwa um den 20. August. Mit einem drastischen Rück-gang der Maximum-Temperaturen und vermehrt trüben, niederschlagsreichen Tagen übernimmt im letzten August-Drittel der Herbst das Witterungs-Regime auf der Alpennordseite. In den Alpen fällt in dieser Zeit oft Schnee bis auf etwa 1800 m ü.M. hinunter.
Der Hochsommer 2006 endete viel früher. Genau auf den Augustbeginn, also mitten im normalen Hochsommer, übernahmen deutlich zu kühle Luftmassen das Witterungsregime in der Schweiz und im übrigen Mitteleuropa. Die Tagesmittel-Temperaturen (das Mittel aus 24 Stunden) bewegten sich in der ersten Monatshälfte und auch während der letzten Tage des Monats deutlich unter dem langjähri-gen Durchschnitt. Nur zwischen dem 15. und 25. August erreichten sie mehr oder weniger normale Werte, was aber immer noch weit entfernt von hochsommerlicher Wärme war.
Die anhaltend viel zu kühlen Bedingungen liessen die Monatsmittel-Temperatur auf ein ungewohnt tiefes Niveau absinken. Im Flachland der Alpennordseite lag sie schliesslich vielerorts zwischen 1.5 und 2.0 Grad tiefer als normal.
Grafik: Die jährliche Abweichung der August-Temperatur im Flachland der Schweiz vom langjährigen Durchschnitt (Norm 1961-1990). Durchschnitt der Messreihen Genève, Basel und Zürich (homogene Temperaturreihen). Die Messreihe Bern wurde bewusst nicht mit einbezogen, da die Messstation Bern im August verlegt wurde und damit die bisherige Norm nicht dem neuen Standort entspricht.
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Verändertes August-Klima

