MeteoSchweiz

Aktuelles zum Wettergeschehen

31. März 2001 / MeteoSchweiz

 

Grosse Regenmengen

 

Ausserordentlich grosse Regenmengen im März 2001

Bis zum 30. März sind in weiten Teilen der Schweiz ausserordentlich ergiebige Niederschläge gefallen, welche zu lokalen Überschwemmungen und Erdrutschen sowie Problemen in der Landwirtschaft geführt haben. Nachfolgend eine Zusammenstellung der bisherigen Messwerte.

 

Bilanz der Regenmengen bis 30. März 2001 - Top 30 Liste - (ohne Bergstationen) Summen auf ganze mm bzw. Liter/Quadratmeter gerundet

StationRegensummeMonatsmittelBisheriger HöchstwertJahrMessbeginnRegentage (grösser 0.1 mm)
La Frêtaz36097--197827
Pully b. Lausanne322811421981197826
La Chaux de Fonds3021063391988198027
Robiei299-2241999199123
Changins290801551979196527
Genève Cointrin281681741964196227
Wynau272702291988197826
Payerne265601211988197827
San Bernardino2561142391985198222
Taenikon b. Aadorf251762171988197126
Bern246701781937190128
Neuchâtel245692381914190127
Zürich Kloten241682011988197127
Fahy241761871988198127
Locarno-Monti2371043681991193518
MeteoSchweiz-Zürich236691901988190126
Stabio2321142391985198218
Reckenholz-Zürich231682221988197927
Schaffhausen230591441988193127
Plaffeien23078--199027
Wädenswil227932391988198126
Aigle218781541988198224
Locarno-Magadino2121143211991197919
Lugano2011063551916190119
Montana199802451988193123
Rünenberg194611481988198327
Basel189511411866186427
Robbia189581641979196119
Güttingen186561651988197626
Adelboden1861032391988196626
Fazit:

Von den 30 aufgeführten Stationen haben nicht weniger als 21 den bisherigen März Höchstwert überboten. Am meisten Niederschlag fiel im Waadtländer- und Neuenburgerjura, am Genfersee, im Mittelland vom Kanton Neuenburg bis zum Thurgau, sowie am Alpensüdhang. Nur unwesentlich weniger ergiebige Niederschläge sind in der Nordschweiz, von Basel (Messreihe Basel-Bernoullianum seit 1864!) bis zum Kanton Schaffhausen, im Unterwallis sowie im Mittel- und Südtessin und im Puschlav gefallen.

Neben dem höchsten März Messwert in Basel seit 1864, sind diverse andere ausserordentlich hohe Niederschlagssummen registriert worden:

an der Station La Frêtaz im Waadtländerjura (1200 M.ü.M) ist fast das 4-fache Monatsmittel gemessen worden.

in Pully bei Lausanne wurde der bisherige Monatshöchstwert aus dem Jahr 1981 mehr als verdoppelt.

Mit den ergiebigen Niederschläge vom 29. auf den 30. März sind auch auf der Alpensüdseite verschiedene bisherige März Höchstwerte überboten worden (Robiei, San Bernardino

und Robbia im Puschlav).

Die bisherigen März Rekordsummen aus dem Jahr 1988 wurden an den meisten Flachland Stationen überboten, nicht aber in den Bergen.

Im Mittelland und im Jura wurden dementsprechend ausgesprochen viele Regentage verzeichnet. Spitzenreiter ist hier Bern mit bisher 28 Regentagen.

 

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