Das Jahr 2007 war in der Schweiz mit einem Temperaturüberschuss von +1.5 Grad das viertwärmste seit Beginn der systematischen Messungen vor rund 150 Jahren. Um Mitte Dezember lag die Jahrestemperatur 2007 noch auf Platz 2, wie an dieser Stelle berichtet wurde. Die hauptsächlich im Flachland der Alpennordseite kühlen Temperaturen in der zweiten Dezemberhälfte verwiesen schliesslich das Jahr 2007 noch hinter die Jahre 2003 und 2002. Den absoluten Rekord hält nach wie vor das Jahr 1994 mit einer Temperaturabweichung von +1.9 Grad (Bild 1).
Betrachtet man an Stelle des Kalenderjahres das meteorologische Jahr (Mittel der Monate Dezember bis November), so erreicht das Jahr 2007 mit einem Temperaturüberschuss von +1.7 Grad den dritten Rang, wobei die beiden Jahre 1994 (+1.8 Grad) und 2003 (+1.9 Grad) nur geringfügig wärmer waren (Bild 2).
Die grosse Wärme kam eindeutig durch den Witterungsverlauf in der ersten Jahreshälfte mit den sich jagenden Temperaturrekorden zustande. Die Monate Januar und April brachten Rekord-Monatsmitteltemperaturen, und sowohl der Winter als auch der Frühling waren so warm wie noch nie seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen. Zur Jahresmitte hin wurde schliesslich das bei weitem höchste je erreichte 12-Monatsmittel verzeichnet.
Die grosse Wärme endete mit dem Juni. In der zweiten Jahreshälfte 2007 gab es verbreitet normale Monatsmitteltemperaturen, die Monate September und November zeigten schweizweit sogar unterdurchschnittliche Temperaturen.
Bild 1: Die jährliche Abweichung der Temperatur (Kalenderjahr) in der Schweiz vom langjährigen Durchschnitt (Norm 1961-1990). Die zu warmen Jahre sind rot, die zu kalten Jahre blau angegeben. Die Temperaturreihe der Schweiz setzt sich aus 12 repräsentativen Messreihen zusammen.
homogene_messreihenbildgross.gif, 52 KBBild 2: Verlauf der Temperatur des meteorologischen Jahres in der Schweiz 1865-2007 (Abweichung vom langjährigen Durchschnitt 1961-1990). Die zu warmen Jahre sind rot, die zu kalten Jahre blau angegeben.
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