Die Niederschlagsmengen waren besonders in der Westschweiz bemerkenswert. In Fahy in der Ajoie wurden 80 mm gemessen und im Dreieck zwischen Lausanne, Neuchâtel und Bern schwankten die Werte zwischen 60 und 75 mm Regen (s. Bild 2 unten).
Die intensiven Niederschläge sowie auch die kalte Luftmasse in der Westschweiz liessen die Schneefallgrenze in der Nacht auf Sonntag bis in tiefe Lagen absinken. Oberhalb von 600 Metern fielen im Kanton Waadt zwischen 20 und 40 cm Neuschnee. Darunter wurde zwischen 1 und 10 cm Neuschnee gemeldet.
Seit Beginn der regelmässigen Messungen der Neuschneehöhe im Jahre 1931 ist der 17. April in Genf der späteste beobachtete Termin, an welchem noch Schnee fiel. Bisher hielt der 11. April diesen "Rekord", nämlich in den Jahren 1932 und 1958. In Neuchâtel ist der Termin des letzten Schnees im Jahr nur einmal überboten worden, nämlich am 20. April 1991. Für die Station Bern-Liebefeld kann das Datum des letzten Schnees wesentlich später stattfinden. Seit 1931 schneite es nämlich 25 Mal im April und der letzte Schnee der Winterjahreszeit fiel am 4. Mai 1945.
Bild 1: Höhenkarte am 16. April 2005. Das Höhentief mit Zentrum über Südfrankreich führt feuchte Luft von Süden her gegen die Alpen.
Bild 2: Regensumme zwischen dem 16. April um 12 h und dem 17. April um 20 h. Die Werte wurden mit dem automatischen Messnetz der MeteoSchweiz ermittelt.
