Wetterlage
Wetterlage am Freitagnachmittag um 15 Uhr UTC. Schwarz: Isobaren Rot: Gebiete mit starkem Druckfall (vor der Front) Blau: Gebiete mit starkem Druckanstieg (hinter der Front)
Gross.jpg, 189 KBTemperaturverteilung auf 500 hPa (ca. 5300 Meter über Meer). Gut zu erkennen ist der starke Temperaturgradient über der Schweiz.
Gross.jpg, 158 KBStarker Wind
Oben: Druckverlauf an den drei Messstationen Basel, Zürich und Chur. Gut zu erkennen ist der zeitliche Unterschied des Frontdurchgangs. Unten: Zeitlicher Verlauf der Böenspitzen. Auffällig sind die mit dem Druckanstieg verbundenen, kurz nach dem Frontdurchgang einsetzenden Böenspitzen in Chur.
Gross.jpg, 72 KBJetstream genau über den Alpen
Temperatursondierung über Payerne am Freitag 12 Uhr UTC (grün) und am Samstag um 0 Uhr UTC (schwarz). Auffällig ist der markante Temperaturrückgang in den unteren 6 km der Troposphäre. Am rechten Rand der Grafik sind die Windgeschwindigkeiten dargestellt. Gut zu erkennen ist der sehr starke Jetstream in der Mitternachtssondierung.
Radiosonde_Payerne_gross.png, 293 KBIn den Bergen grössere Schneemengen
Mit dem Einfliessen der Kaltluft sank auch die Schneefallgrenze. Am Freitag befand sie sich tagsüber noch zwischen 1000 und 1500 m. Nach Durchgang der Kaltfront begann die Schneefallgrenze kontinuierlich zu sinken, bis sie in der Nacht auf Samstag auch die tiefsten Lagen erreichte.
Die Niederschläge waren aufgrund der Stauwirkung am Alpennordhang am ergiebigsten. Im Flachland hingegen liess der Niederschlag hinter der Kaltfront rasch nach, es folgten aber noch einige Staffeln mit Schauern bis in die Nacht auf Sonntag. Die Niederschlagsverteilung war dabei sehr unterschiedlich. Während es vielerorts praktisch aper blieb, wurden einige Gebiete, insbesondere in der Nordostschweiz sowie vom Juranordfuss gegen das Reusstal wiederholt mit Schneeschauern bedient (siehe Radar Niederschlagsakkumulationskarte). Bedeutend ergiebiger waren die Schneefälle hingegen entlang des Alpennordrands und insbesondere in den Alpen. Dort fielen bis am Sonntagmorgen 40 bis 80 cm Neuschnee, lokal auch mehr. Allerdings traten mit den starken bis stürmischen Nordwinden zum Teil bedeutende Schneeverfrachtungen auf.
3 Tagesneuschneesummen (SLF und MeteoSchweiz Beobachtermessungen), Sonntag, 23.11.08, 07 Uhr
Quelle: SLFGross.jpg, 76 KBVom 23. auf den 24. auch im Flachland verbreitet Schneefall
Im Laufe des Nachmittags setzte von Westen her jedoch schon bald eine neue Wetterverschlechterung ein. Verantwortlich dafür war ein neues Tief, welches rasch von den Britischen Inseln nach Südosten vorstiess. Das dazugehörige Frontensystem mit etwas weniger kalter Meeresluft erreichte uns in den Abendstunden, damit setzten Schneefälle bis in die Niederungen ein. Mit den starken West- bis Südwestwinden fielen die grössten Niederschlagsmengen im Mittelland, Jura sowie im Wallis. Da sich in der Grundschicht die kalte Luft recht lange halten konnte (Schneefallgrenze stieg von Westen her nur langsam auf 400-500 m an), wurden am Montagmorgen selbst in den tiefsten Regionen des Mittellandes verbreitet 2-10 cm Neuschnee gemessen, lokal auch mehr. Im windgeschützten Zentralwallis mass der Beobachter in Sion gar 29 cm Neuschnee. Zum letzten Mal fiel dort im Januar 2005 mehr Neuschnee an einem Tag.
Kurzer, aber heftiger Föhnstoss
Windverlauf in Altdorf vom 23.-24. November
Schnee Impressionen aus Graubünden
Räumequipe beim Bahnhof Reichenau-Tamins, Samstag, 22. November 2008, Foto: Urs Sutter
gross.jpg, 78 KBKlosters Dorf, Sonntag, 23. November 2008, Neuschneehöhe 25 cm, Gesamtschneehöhe 53 cm, Foto: Michael Kasper
gross.jpg, 167 KBSLF Station Davos Dorf, 23. November 2008, Neuschneehöhe 27 cm, Gesamtschneehöhe 65 cm, Foto: Michael Kasper
gross.jpg, 176 KB

















