Eine darin eingelagerte Störung erfasste am vergangenen Donnerstag die Alpennordseite und es kam verbreitet zu Schneeschauern. Im Bereich der hochreichenden Polarluft löste sich am Donnerstagabend die Quellbewölkung rasch auf und die Schneefälle liessen nach. Bei Höchsttemperaturen von wenig über 0 Grad und etwas Einstrahlung konnte der Schnee insbesondere auf den Fahrbahnen anschmelzen. Mit dem raschen Absinken der Temperaturen in den Frostbereich fror das Schmelzwasser oder der vorhandene Schneematsch am frühen Abend rasch zu Eis, was auf der ganzen Alpennordseite zu teilweise prekären Strassenverhältnissen führte. Auch auf der Alpensüdseite kam es lokal wegen friendes Schneematsches zu Verkehrsproblemen; so musste die Kantonsstrasse über den Monte-Ceneri zeitweise gesperrt werden.
Am Freitag früh folgte dann eine Warmfront. Sie brachte zunächst auf den angefrorenen Strassen erneut 10 bis 15 cm Neuschnee, was den Morgenverkehr zum Teil beeinträchtigte.
Im Laufe des Vormittags setzte sich die Warmluft aber zunehmend durch und liess die Schneefallgrenze auf über 1000 Meter ansteigen. Am Nachmittag liess ein knapp nördlich der Schweiz durchziehendes Teiltief den Westwind kräftig aufleben, wodurch die Temperatur im Mittelland sowie am Juranordfuss verbreitet auf 5 bis 9 Grad stieg.
Abbildung 1: Wetterlage von Freitag, 3. März 2006 13:00 Uhr.
Die heranfliessende Kaltluft verursachte in den westlichen Alpentälern ebenfalls zum Teil sehr kräftige Windböen. So meldete Amsoldingen bei Thun 85 km/h.
Abbildung 2: Böenspitzen in km/h gemessen von den automatischen Messstationen der MeteoSchweiz im Zeitraum 3.3.2006 14:40 Uhr bis 4.3.2006 14:30 Uhr Lokalzeit.
Abbildung 3: Starke Temperaturgegesätze an der Luftmassengrenze in der Region Bern.
