In den vergangen Tagen wurde in den verschiedenen Wetterberichten immer wieder das Wort "Tagesgangwetter" verwendet. Dieser Begriff charakterisiert die sogenannte Flachdrucklage, eine typische sommerliche Wetterlage mit viel Sonne, relativ hoher Temperatur und Luftfeuchte, aber auch mit einer hohen Gewitterbereitschaft (s. dazu auch Broschüre "Typische Wetterlagen im Alpenraum").
Auf der Bodenwetterkarte sind bei einer flachen Druckverteilung nur wenige Isobaren (Linien gleichen Luftdrucks) und kaum ausgeprägte Fronten zu finden (s. Bild 1). Der Luftdruck beträgt über Dänemark 1020 Hektopascal, zwischen Deutschland und Nordafrika schwankt er um 1015 Hektopascal. Aufgrund der grossen Abstände zwischen den verschiedenen Isobaren sind die Winde nur schwach, dies gilt allerdings nur solange sich keine Gewitter entwickeln. Die Atmosphäre ist mehr oder weniger instabil geschichtet, das Feuchteangebot sowie die Druck- und Temperaturverhältnisse in den oberen Luftschichten bestimmen dabei den Grad der Labilität. Im Bild 2 ist beispielsweise erkennbar, dass über Nord- und Ostdeutschland trockenere Luftmassen liegen als im Alpenraum. In einer Zone von Südwestdeutschland über die Alpen bis nach Italien sind bereits erste Gewitterherde erkennbar.
Bild 1: Bodenwetterkarte mit Fronten vom 28. Juli 2008, 12 UTC.
Quelle: Deutscher Wetterdienstgross.gif, 113 KBBild 2: Satellitenbild MSG-9, Kombination mit HRV-Kanal. 28. Juli 2008, 12 UTC. Quelle: Eumetsat
gross.png, 936 KBTypischer Tagesablauf
Bild 3: "Altocumulus castellanus" oder türmchenförmige Haufenwolke in den mittleren Schichten über dem Toggenburg/SG.
gross.jpg, 88 KBBild 4: Verschieden grosse Quellwolken ("Cumulus humilis" und "mediocris") über dem Toggenburg/SG.
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Bild 5: "Cumulus Congestus" oder mächtige Haufenwolke, die höher als breit ist, über dem Säntis.
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Bild 6: "Cumulonimbus capillatus" oder Gewitterwolke mit Eisschirm, typischerweise in Ambossform.
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Mit dem Ende der Niederschläge ist oft ein rechtes Wolkenchaos am Himmel zu sehen. Manchmal hängen spezielle, beutelförmige Wolken am Himmel. (s. Bild 8).
Am Abend und der Nacht lösen sich in der Regel die meisten Wolken wieder auf, einzig die ehemaligen Eisschirme der Gewittertürme ("Cirrus spissatus" oder dichte Schleierwolken) können mit den Höhenwinden noch mehrere hundert Kilometer stromabwärts wandern.








