Bild 1: Niederschlag Tagessummen der Stationen Basel, Bern und Zürich vom 1.-25. Dezember 2007
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Was ist eigentlich eine Inversion?
Bild 2: Das Mittelland als "Badewanne". Typische Temperaturverteilung während einer ausgeprägten Inversionslage. Das Mittelland ist mit Kaltluft angefüllt (vereinfachte Darstellung).
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Im Bild 3 ist das gemessene vertikale Feuchte- und Temperaturprofil im westlichen Mittelland vom 22. Dezember 2007, 12 UTC dargestellt. Dieses Messung wird zweimal täglich in Payerne/VD mit Hilfe einer Ballonsonde gemacht, und zeigt alle Merkmale einer klassischen Inversionslage. Die Inversion erstreckt sich von etwa 650 m/M bis 1300 m/M, die Temperatur nimmt dabei um über 11 Grad zu. Die Nebelschicht (Temperatur- und Taupunktkurve liegen übereinander) hingegen reicht nur bis etwa 800 m/M hinauf. Die typische Dicke des Nebels liegt bei einer eher tiefen Obergrenze - wie im vorliegenden Beispiel - bei 150 bis 200 Metern.
Bild 3: Radiosonde Payerne vom 22. Dezember 2007, 12 UTC. rot: Temperaturverlauf mit der Höhe; rosa: Taupunktverlauf als Feuchtemass; Je näher die zwei Kurven zusammen sind, umso feuchter sind die Luftmassen. Weitere Erklärungen im Text.
gross.png, 40 KBMesswerte aus der Umgebung zur selben Zeit:
- Payerne, 490m: -3.8°C
- Plaffeien, 1042m: +2.7°C
- La Fretaz, 1205m: +5.3°C
- Napf, 1404m: +5.0°C
- Chasseral, 1599m: +2.7°C
- Moleson, 1972m: 0.0°C
Wetterverlauf in der zweiten Dezemberhälfte
Bild 4: Zeitlicher verlauf der Nebelobergrenze anhand der Daten der Radiosonde Payerne/VD. Die Messungen erfolgen jeweils um 12 und um 00 Uhr UTC.
gross.png, 21 KBBild 5: Der Blick aus dem Weltall... . Meteosat-Bild im HRV-Kanal, Bodendruckfeld, Nebelobergrenze aus den SYNOP-Meldungen der Bergstationen, 20. Dezember 2007, 12 UTC
gross.png, 410 KBBild 6: Der Blick vom Berggipfel... . Mutteristock, 2294 m, Wägital. Blick nach Westen, Aufnahme zur selben Zeit wie im Bild 5.
gross.jpg, 135 KBBild 7: Kamerbild Frienisberg/BE, 710 m/M, 23. Dezember 2007, später Nachmittag. Die Animation (download) über etwas mehr als eine Stunde zeigt, dass die Nebelobergrenze alles andere als eine statische Grösse ist.
download.gif, 574 KBZunehmende Feinstaubwerte in den tiefen Lagen
Unter der Inversion liegt die Alpennordseite seit dem 13. Dezember in einer "alternden" Luftmasse. Zu Beginn sorgten die zeitweise mässige Bise und die relativ grosse Höhe der Inversion für eine gewisse Durchlüftung. Mit nachlassender Bise und der gleichzeitig absinkenden Inversion stieg die Feinstaubkonzentration etwa ab dem 19. Dezember deutlich an. An zahlreichen Mess-Stationen lag und liegt derzeit der Feinstaubgehalt deutlich über dem Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.
Aktuelle Schadstoffmessungen der kantonalen Umweltämter sowie die Inversionsprognosen von MeteoSchweiz sind unter folgenden Links zu finden:
- Region Basel: Schadstoffwerte
- Zentralschweiz: Schadstoffwerte
- Region Zürich: Schadstoffwerte
- Ostschweiz: Schadstoffwerte
Bild 8: Feinstaubwerte der Station Vaduz, seit dem 19. Dezember 2007 liegen die Werte meist über dem Grenzwert vom 50 Mikrogramm pro Kubikmeter
Quelle: Ostluft
Bild 9: Feinstaubwerte der Station Chur. Vom 20. bis zum 23. Dezember 2007 erreichte mit dem Bergwind (teils auch schwacher Föhn) jeweils in der ersten Tageshälfte saubere Luft die Station.
Quelle: Ostluft
Rauhreif, Oberflächenreif und Industrieschnee
Die in der Nebelschicht vorhandene überschüssige Feuchtigkeit kann auf verschiedene Arten abgebaut werden: Wenn die unterkühlten Wassertröpfchen im Nebel auf feste Gegenstände treffen (vor allem durch Windeinwirkung), gefrieren sie und bilden Rauhreif. Der Rauhreif (auch "Anraum" genannt), wächst dem Wind entgegen (s. Bild 14 bis 17) und kann bizarre Strukturen bilden.
In den Ballungsgebieten kann die im Nebel vorhandene Feuchte auch als sogenannter Industrieschnee vom Himmel fallen (s. Bild 10 bis 13). Dieses Phänomen kann in der Nähe von Industriebetrieben sowie Kehrichtverbrennungsanlagen, welche grosse Mengen vom Wasserdampf emittieren, beobachtet werden. Genauere Erklärungen zu diesem Phänomen sind im Beitrag zur stabilen Hochdrucklage an Weihnachten 2006 zu finden. Besonders eindrücklich konnte dieses Phänomen über die Weihnachtstage in Teilen der Stadt Winterthur beobachtet werden. In den östlichen Stadteilen kam es in den vergangenen Nächten immer wieder zu Schneefällen. Besonders ausgeprägt waren diese in der Umgebung der KVA in Winterthur Grüze. Wie folgende Bilder vom Weihnachtsmorgen zeigen, konnte sich im Mattenbachquartier sogar eine geschlossene Schneedecke ausbilden. Die Schneehöhe betrug in diesem Quartier bis zu 5 cm. (Fotos: Andreas Hostettler, Daniel Gerstgrasser)
Bild 22: Blick vom Säntis auf das Nebelmeer mit einer Obergrenze bei etwa 700 Metern, 21. Dezember 2007.
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