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Ausgangswetterlage und Entwicklung
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Damit drehten die Winde in den unteren Schichten von Süd auf Ost und später auf Nordost. In der bodennahen Luftschicht war die Strömung allerdings sehr schwach, sodass die auf der Alpennordseite liegende kalte Luft nicht ausgetauscht wurde. In der Höhe blieben die südlichen, respektive südöstlichen Winde erhalten. Diese führten nach wie vor relativ milde und feuchte Mittelmeerluft in unsere Breiten. Ein grosser Teil der mitgeführten Feuchtigkeit wurde auf der Alpensüdseite abgelagert. Dies widerspiegelt sich in den dort liegenden grossen Schneemengen.
Die statistische Auswertung des SLF ( Schweizerisches Lawinenforschungsinstut Davos) zeigt, dass am 15. Dez. am Südalpenkamm teilweise mehr als das 4-fache der sonst in dieser Jahreszeit üblichen Schneemenge liegt. Im 1470 Meter hoch gelegenen Simplon Dorf wurde beispielsweise am Mittwoch früh eine Schneehöhe von 223 cm gemessen. Dies ist weit mehr als die bis anhin im Dezember gemessene Maximalschneehöhe von 173 cm (26.12.1973). Die Maximalschneehöhe wurde mit 250 cm am 10.3.1972 registriert.
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Wetterablauf am Mittwoch, 17.12.2008
Modellvorhersagen
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Modellvorhersage COSMO-7 für den 17.12.2008: Feuchte und Strömung auf 700 hPa. Modellvorhersage.png, 54 KB |
Am Dienstag wiesen die globalen Modelle, z. B. des EZMW, und auch die regionalen Modelle, z.B. COSMO-7, darauf hin, dass ein Wetterereignis stattfinden würde, bei dem die festgelegten Warnlimiten übertroffen werden. So gaben die Dienstmeteorologen der MeteoSchweiz am Dienstagmittag eine METEO-Warnung aus, welche die Führungsstäbe der Kantone in der Zentral- und Ostschweiz über den zu erwartenden starken Schneefall informierte: Am Mittwoch ist in den Flachland- und Alpenrandregionen vom Oberaargau über die Zentralschweiz und die Ostschweiz bis hin zu Bodensee 10 bis 20cm Neuschnee zu erwarten.
Die Warnung wurde am Dienstagabend wiederholt. Am Mittwoch früh gab MeteoSchweiz zudem für die betroffenen Regionen eine Strassenzustands-Gefahreninformation an die Strassenunterhaltsdienste aus. Die Ausgabe der Strassenwarnung erfolgt in der Regel erst dann, wenn der Zeitpunkt des Ereignisses einigermassen klar erkennbar ist, damit die Werkhöfe nicht unnötig ausrücken. Da unsere Radarstationen um 3 Uhr in der Zentralschweiz und im zentralen Mittelland Starkschneefall registrierten, wurde zuerst für diese Regionen eine Strassenwarnung ausgegeben. Erst nach etwa 04.30 Uhr war klar, dass auch im östlichen Mittelland grossflächig mit starkem Schneefall zu rechnen war. Die Warnung für das östliche Mittelland erfolgte damit um 04.49 Uhr.
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Rückmeldungen
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