Bereits zum Sonnenaufgang war die Sonne am 4. Januar 2011 zu 10% verfinstert, um 9.13h mitteleuropäischer Zeit erreichte die Verfinsterung in der Schweiz mit etwa 67% ihr Maximum. Um 10.40h war das Naturschauspiel beendet.
Ausgedehnte Bewölkung in den verschiedenen Schichten der Troposphäre
Über dem Flachland lag am Morgen unterhalb von etwa 2000 Metern vielerorts hochnebelartige Bewölkung. Aber auch in den mittleren und oberen Schichten der Troposphäre sind in den frühen Morgenstunden teils dichte Schichtwolken aufgezogen, die Wolkenbasis lag dabei auf etwa 4500 bis 5000 Metern. Grund dafür war ein schwach ausgeprägtes Höhentief, welches die Schweiz am Vormittag von Nordwest nach Südost überquert hat. Gebietsweise zeigten sich aber genau zur richtigen Zeit Lücken in der Wolkendecke, so beispielsweise im Berner Oberland:
Bild 1: Aufnahme aus dem Kameranetz von MeteoSchweiz, 4. Januar 2011, 9.10h MEZ. Der Blick geht von Sigriswil am Thunersee Richtung Niesen. Schmale Wolkenlücken geben den Blick zur Sonne frei.
gross.jpg, 226 KBZur richtigen Zeit am richtigen Ort
Tobias Dimmler war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und konnte die partielle Sonnenfinsternis fotografieren. Er hat uns dankenswerterweise ein Foto zur Verfügung gestellt. Die Aufnahme entstand am Beatenberg/BE, die Sonnenfinsternis hat sich genau oberhalb des Mönch, 4107 m abgespielt:
Bild 2: Partielle Sonnenfinsternis am Morgen des 4. Januar 2011. Standort: Beatenberg/BE; Foto: Tobias Dimmler.
gross.jpg, 34 KBAuch auf Satellitenbildern gut erkennbar
Die Sonnenfinsternis und deren Auswirkung war auch aus der Satellitenperspektive erkennbar. Im Satellitenfilm (Meteosat-8, Rapid Scan) ist eine Verdunkelung zu sehen, welche nach Tagesanbruch von Südwest nach Nordost über die Nordhemisphäre wandert:


