Osterwetter 2009: nach neusten Unterlagen optimistischer!
Obwohl anfangs Woche die Wetterkarten für das Osterwochenende nicht sehr verheissungsvoll ausgesehen haben, versprechen die jüngsten Prognosenunterlagen überwiegend freundliches Wetter, mindestens auf der Alpennordseite.
Währenddem anfangs Woche die meisten Wettermodelle aus Westen den Durchzug einer Störungszone über die Ostertage berechnet haben, (Bild 1) scheint die Störung nun über Frankreich stationär zu bleiben. (Bild 2). Die genaue Position des Mittelmeertiefs bleibt allerdings weiterhin unsicher, was vor allem die Prognosen für das Tessin erschwert. Am freundlichsten präsentiert sich das Wetter in den Alpen sowie dank Föhneinfluss im Osten. Im Westen bleibt das Wetter zwar ebenfalls freundlich, hier sorgt allerdings eine instabiliere Luftschichtung zeitweise für ein erhöhtes Schauer- oder Gewitterrisiko.
Für den genaueren Prognosenverlauf empfiehlt sich die Konsultation der täglich mehrmals aktualisierten Wetterberichte.
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Bild 1: Vorhersagekarte des Europäischen Modells (ECMWF) für Karfreitag, 10. April 2009 (Modelllauf vom 7.4.09, 00 UTC) gross.gif, 97 KB |
Bild 2: Vorhersagekarte des Europäischen Modells (ECMWF) für Karfreitag, 10. April 2009 (Modelllauf vom 8.4.09, 00 UTC) gross.gif, 93 KB |
Das Osterwetter im langjährigen Vergleich
Wie eine Statistik von MeteoZürich (G. Truog, O. Haymoz und B. Kunz) zeigt, ist das Osterwetter nördlich der Alpen in einem Drittel der Fälle feucht und unfreundlich. Auf der Alpensüdseite dagegen zeigt sich das Osterwetter in mehr als 50 Prozent der Fälle von seiner freundlichen Seite.
| Osterwetter 1980-2008 | Alpennordseite | Alpensüdseite |
| Meist sonnig | 8 Fälle - 28% | 17 Fälle - 59% |
| Veränderlich | 11 Fälle - 38% | 8 Fälle - 27% |
| Nass und kühl | 10 Fälle - 34% | 4 Fälle - 14% |
Statistik über die Schneehöhen in den Bergen
Trotz der verstärkten Schneeschmelze in den letzten Tagen, sind die Schneehöhen für Anfangs April überdurchschnittlich. Wintersport ist oberhalb rund 1200 Meter (Nordhänge) und 1500 bis 1700 Meter (Südhänge) immer noch möglich. Es handelt sich mehrheitlich um Frühlingsschneebedingungen.
Schneehöhen ausgewählter Stationen vom 7. April im Vergleich zu den letzten 10 Jahren (Quellen: MeteoSchweiz für La Chaux-de-Fonds, Arosa und Säntis, SLF und MeteoSchweiz für Montana und Zermatt).
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Jahr |
La Chaux-de-Fonds 1018 m |
Montana 1590 m |
Zermatt 1600 m |
Arosa 1840 m |
Säntis 2502 m |
| 2009 | 27 cm | 49 cm | 24 cm | 108 cm | 455 cm |
| 2008 | 7 cm | 30 cm | 2 cm | 150 cm | 647 cm |
| 2007 | 0 cm | 0 cm | 0 cm | 23 cm | 402 cm |
| 2006 | 6 cm | 88 cm | 0 cm | 69 cm | 400 cm |
| 2005 | 0 cm | 0 cm | 0 cm | 22 cm | 360 cm |
| 2004 | 19 cm | 23 cm | 5 cm | 77 cm | 530 cm |
| 2003 | 0 cm | 0 cm | 0 cm | 52 cm | 382 cm |
| 2002 | 0 cm | 0 cm | 0 cm | 37 cm | 350 cm |
| 2001 | 0 cm | 8 cm | 4 cm | 81 cm | 401 cm |
| 2000 | 0 cm | 33 cm | 0 cm | 139 cm | 770 cm |
Die Karte zeigt die Schneehöhen in Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel. Es fällt auf, dass die Schneehöhen in allen Regionen überdurchschnittlich sind, insbesondere am zentralen- und östlichen Alpenhauptkamm sowie vom Prättigau bis zum Alpstein.
Bild 3: Schneehöhenkarte im Vergleich zum langjährigen Mittel
Quelle: WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLFgross.gif, 46 KB
Photo: Ruedi Wyss, MeteoSchweiz
Das Vorhersageteam von MeteoZürich wünscht ihnen ein frohes Osterfest!



