Nach einer längeren Phase mit kühler und nasser Witterung hoffen viele Festbesucher und -organisatoren, dass die Feierlichkeiten zum Bundesfeiertag bei freundlicherem Wetter stattfinden. Die aktuellsten Prognosen sehen vielversprechend aus ...
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Bild 1: Bewölkung (graue Flächen), 6-stündiger Niederschlag (dünne farbige Linien) und Temperatur (Zahlenwerte) am 1. August 2011 um 14 Uhr. 120-Stunden Vorhersage des ECMWF-Modells. gross.jpg, 212 KB |
Die neusten Modellrechnungen zeigen für den 1. August erfreulicherweise einen etwas stärkeren Hochdruckeinfluss als die früheren Simulationen (Stand Donnerstag 28. Juli, 10 Uhr). Somit darf für den Bundesfeiertag in der ganzen Schweiz mit hoher Wahrscheinlichkeit sommerliches und meist sonniges Wetter erwartet werden.
Der Hochdruckeinfluss ist vor allem in den höheren Schichten recht ausgeprägt, während in Bodennähe eine ausgesprochen flache Druckverteilung herrscht. Der Luftdruck ist mit etwa 1013 Hektopascal allerdings eher tief. Trotzdem dürfte der Tag weitgehend sonnig verlaufen. Allerdings bilden sich in der zweiten Tageshälfte einige Quellwolken, und gegen Abend sind in den Bergen lokale Schauer oder Wärmegewitter nicht ausgeschlossen. Die Nachmittagstemperaturen dürften in den Niederungen beidseits der Alpen recht verbreitet die Sommermarke von 25 Grad erreichen.
Ein qualitativer Überblick über die Bewölkungs- und Niederschlagsverteilung sowie die zu erwartende Temperaturverhältnisse ist in den Bildern 1 bis 3 dargestellt.
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Blick in die Vergangenheit
Für die Festanlässe am Abend des Nationalfeiertags der Schweiz am 1. August sind natürlich überall in unserem Land gute Wetterbedingungen mit hohen Temperaturen und trockenen Verhältnissen wie z.B. letztmals am 1. August 2009 erwünscht. Doch erfüllt das Wetter am 1. August in der Regel unsere Erwartungen? Ein Blick zurück in die Messdaten von MeteoSchweiz zeigt, dass in den letzten Jahren nicht alle Regionen vom Wetterglück gleichermassen begünstigt waren.
Im ausgewerteten Zeitraum 1982-2010 fielen im Mittelland am wenigsten 1. August-Feiern ins Wasser. In Basel und in Genf regnete es nur gerade an vier bzw. fünf 1. August-Abenden. Stark bevorzugt war auch die Region rund um die Stadt Bern mit erst einem einzigen verregneten 1. August-Abend (Tabelle 1), und zwar im vergangenen Jahr 2010, wobei ein starkes Gewitter auch Sturmböen von über 90 km/h verursachte (siehe Beitrag vom 1. August 2010).
Etwas mehr regnerische 1. August-Abende verzeichnete die Alpensüdseite. Am wenigsten Wetterglück hatte eindeutig der Alpennordhang. So muss man zum Beispiel in Glarus praktisch jedes zweite Jahr mit einem verregneten 1. August-Abend rechnen. Die regionalen Unterschiede sind hauptsächlich auf die sommerliche Gewittertätigkeit zurückzuführen, welche in den alpinen Regionen stärker ausgeprägt ist als im Flachland.
Der 1. August kann je nach Region recht kühl ausfallen, obwohl es sich eigentlich um die wärmste Zeit des Jahres handelt. Bevorzugt ist das Tessin mit konstant angenehmen Temperaturen am 1. August-Abend. Auf der Alpennordseite hingegen kann die Temperatur selbst im Flachland je nach Wetterverhältnissen unangenehm tief sein, so dass ein Pullover oder eine Jacke gute Dienste leisten.
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Tabelle 1: Niederschlag am 1. August in den Jahren 1982-2010 abends zwischen 20.00 Uhr und 24.00 Uhr gross.gif, 31 KB |
Bild 5: Abendtemperaturen am 1. August in den Jahren 1982-2010 für verschiedene Messstationen gross.gif, 29 KB |





