Satellitenbild (sichtbarer Kanal) mit ausgewählten Bodenstationen (Temperaturwerte) von heute Mittag 12 UTC
gross.png, 447 KBAuf der Vorderseite eines Tiefs über Spanien und Südfrankreich herrschte im Alpenraum eine Föhnströmung. Am Vormittag setzte sich der Föhn in den klassischen Föhntälern durch, also im Wallis, in den Tälern des Berner Oberlandes, im Reusstal bis zum Urnersee, im Glarnerland und im Rheintal. Anfangs Nachmittag verstärkten sich die südliche Höhenströmung sowie auch der Druckgradient zwischen Alpensüd- und Alpennordseite. Damit griff die Föhnströmung weiter in die Alpentäler hinab: Im Unterwallis bis ans Ufer des Genfersees, in der Innerschweiz bis zum Ägerisee und im Rheintal bis zum Bodensee. Die Windspitzen lagen zwischen 70 und 100 km/h.
Die Südströmung über den Alpen führte jedoch nicht nur in den Staugebieten der Alpensüdseite zu Bewölkung, auch nördlich des Alpenkamms entstanden Wolkenfelder, die sich weiter nördlich entweder auflösten, oder sich mit der Höhenströmung nordwärts verlagerten. Diese Wolken machen die sogenannten Leewellen der Strömung sichtbar. Die Südströmung wird beim Überströmen der Alpen in Schwingung versetzt und wenn die Luftmasse dann nördlich der Alpen wieder aufsteigt kondensiert der Wasserdampf und es bildet sich eine Wolke, in der Abwärtsbewegung der Welle wird die Bewölkung wieder aufgelöst.
Auf der Alpensüdseite gab es am Vormittag erst einzelne Regenschauer, am Nachmittag zog dann eine ausgedehnte Regenzone von der Poebene her gegen die Alpensüdseite, die Regenfälle auf der ganzen Alpensüdseite auslöste.
In den Föhngebieten stieg die Temperatur bis 26 Grad. Sonst lagen die Temperaturen am Nachmittag auf der Alpennordseite zwischen 20 und 24 Grad, auf der Alpensüdseite zwischen 14 und 17 Grad.
MeteoSchweiz Wetterkamera Schenkon, Bild 09.40 UTC. Gegen die Alpen hin (links) ist es sonnig gegen Norden hin (rechts) ist es zu diesem Zeitpunkt bewölkt.
gross.jpg, 180 KBTrotz Föhn ist es auch in Amden (SG) über dem Walensee nicht wolkenlos. Hier auf dem Mattstock (1936 m ü.M.) liegen zwischen den Lawinenverbauungen noch etwa 1 bis 1.5 m Schnee. (Bild: Bernd Konantz)
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