MeteoSchweiz

Betrieb der COSMO Modelle an der MeteoSchweiz

COSMO-7 hat in der Horizontalen 393x338 Gitterpunkte mit einer Maschenweite von 6.6 km (0.06°) und bedeckt ganz West- und Mitteleuropa (von Irland, Dänemark, Polen im Norden bis Portugal, Süditalien im Süden). Die Eck-Koordinaten des Modells sind: NW-Ecke: (54.47 N, 18.40 W), NE-Ecke: (56.84 N, 23.02 E), SW-Ecke: (35.16 N, 9.80 W), SE-Ecke: (36.81 N, 18.87 E). In der Vertikalen verfügt das Modell über 60 Schichten. Die Modelltopographie erreicht 3122m an ihrem höchsten Punkt. An jedem der 7'970'040 Gitterpunkte wird das Wetter in Schritten von 60 Sekunden vorausberechnet.

 

Das COSMO-2-Modellgebiet erstreckt sich horizontal über 520x350 Gitterpunkte mit einer Maschenweite von 2.2 km (0.02°). Es deckt den gesamten Alpenbogen ab, mit der Schweiz im Zentrum der Modelldomäne. Die Eckpunkte des Modellgebiets sind: NW: (49.66 N, 1.19 O), NO: (49.76 N, 17.25 O), SW: (42.72 N, 2.25 O), und SO: (42.81 N, 16.37 O). Wie COSMO-7, hat auch COSMO-2 60 vertikale Schichten. Die Topographie des Modells erreicht 3950 m an der höchsten Stelle. Für jeden der insgesamt 10'920'000 Gitterpunkte wird die zukünftige Entwicklung des Wetters in Schritten von 20 Sekunden berechnet.

 

Das auf dem COSMO-Modell basierende Ensemble Vorhersage System COSMO-LEPS wird mit einer horizontale Maschenweite von 7 km und 511 x 415 Gitterpunkten am Europäischen Zentrum für die mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) gerechnet. COSMO-LEPS besteht aus einem zweimal täglich berechneten Ensemble von 16 Vorhersagen für Mittel- und Südeuropa, aus dem unter Anderem Wahrscheinlichkeits-vorhersagen abgeleitet werden können. Als Anfangs- und  antreibende Randfelder für COSMO-LEPS werden aus dem globalen Ensemble des ECMWF 16 repräsentative Vorhersagen ausgewählt. Im Gegensatz zum Globalen Modell ergibt die höhere Auflösung im Alpenraum bessere Vorhersagen, insbesondere für extreme Ereignisse wie Stürme und Starkniederschläge.

 

Berechnung von COSMO-2 und COSMO-7 am CSCS

Alle Berechnungen erfolgen am Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) auf einem massiv-parallelen Cray Rechner.
COSMO-7 Vorhersagen reichen bis 72 Stunden in die Zukunft und werden dreimal täglich, um 00:45, 06:45 und 12:45 UTC gestartet. COSMO-2 Vorhersagen reichen bis 33 Stunden in die Zukunft und werden achtmal täglich, alle 3 Stunden, die erste beginnend um 00:45 UTC, gestartet (siehe Darstellung unten).
Darüber hinaus werden im Assimilationszyklus alle 3 Stunden die neuesten Analysen von COSMO-2 und COSMO-7 berechnet. Diese Analysen bilden den Anfangszustand der Vorhersagen. Dabei rechnet das Modell im Nachhinein und nutzt alle Beobachtungen (am Boden und v.a. in der freien Atmosphäre) um den Zustand der Atmosphäre bestmöglich zu beschreiben. Bei COSMO-2 werden auch die Radardaten assimiliert , welche einen grossen Mehrwert für die kurzfristige Vorhersage ("Nowcasting") geben.

 

COSMO Palette

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